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Der Sieg von Lena Meyer-Landrut hat es möglich gemacht: Mit ihrem Song “Satellite” setzte sich die Hannoveranerin in Oslo gegen ihre vierundzwanzig europäischen Mitbewerber und Mitbewerberinnen durch, so dass der 56. Eurosivion Song Contest findet am 10., 12. und 14. Mai 2011 in Deutschland stattfinden wird. Nach 1957 (Frankfurt) und 1983 (München) erst das dritte Mal, dass Deutschland die Gastgeberrolle des Gesangwettbewerbes zuteil wird. Die Wahl der Austragungsstätte fiel dabei auf die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens: Düsseldorf. Lesen Sie nun hier: Wieso sich Düsseldorf gegen seine Mitbewerber durchsetzen konnte – und wie die Chancen auf einen Countrymusik-Beitrag stehen.

Der Eurovision Song Contest in der Kultur- und Modestadt am Rhein

Bis zum 20. August 2010 konnten sich Städte offiziell als Austragungsort für den Eurovision Song Contest beim austragenden Norddeutsche Rundfunk (NDR) bewerben. Diesem Angebot gingen letztlich vier Städte nach: Meyer-Landruts Heimatstadt Hannover, die Bundeshauptstadt Berlin, die Hansestadt Hamburg und eben Düsseldorf. Mitte Oktober gab der NDR dann bekannt, dass die Wahl auf Düsseldorf gefallen sei. Als Grund wurde beispielsweise angegeben, dass Düsseldorf mit der “ESPRIT arena” die Austragungsstätte mit dem meisten Plätzen habe. In die Arena, die hauptsächlich als Spielort des Fußball-Zweitligisten Fortuna Düsseldorf fungiert, haben im Mai 2011 etwa 35.000 Zuschauer Platz. Berlin hätte hingegen mit seinem Vorschlag, den Wettbewerb im Flughafen Tempelhof zu veranstalten, nur rund 9000 Besuchern einen Platz bieten können. Auch die Messegelände in Hamburg und Hannover hätten nicht die Zahl Düsseldorfs erreichen können. Es waren also vor allem finanzielle Beweggründe des NDR, Düsseldorf den Zuschlag zu geben.

Musikalische Beiträge – wird möglicherweise auch Country zu erwarten sein?

Zum jetzigen Zeitpunkt stehen erst eine handvoll Interpreten für den Eurovision Song Contest 2011 fest, so dass sich ein Ausblick auf die Kandidaten schwierig darstellt. Diejenigen, die bisher offiziell bekannt gegeben sind, kommen aber ausnahmslos aus dem Bereich Rock/Pop – so beispielsweise auch Lena Meyer-Landrut, die versuchen wird, ihren Titel mit einem noch zu ermittelndem Song zu verteidigen. Ein Blick auf das Teilnehmerfeld der letzten Jahre zeigt jedoch, dass die Chance auf einen Country-Beitrag relativ gering sind. Waren es zu Beginn des Sänger-Wettstreits vor allem Schlager, die Aussicht auf Erfolg hatten, sind es seit einigen Jahren vor allem die eingängigen, melodiösen Pop-Nummern, gerne auch mit osteuropäischen Anleihen, die die Chancen auf den Sieg erhöhen. Country-Musik findet, wenn überhaupt, nur als Nebeneinfluss in einem Song statt.

Deutschland war das letzte Land, welches einen reinen Country-Song ins Rennen schickte. Die Hamburger Formation “Texas Lightning” um Jane Comerford und Olli Dietrich konnte sich 2006 im deutschen Vorentscheid gegen Vicky Leandros und Thomas Anders durchsetzen und startete mit dem Titel “No No Never” für Deutschland in Athen. Der große Erfolg blieb jedoch aus: Lediglich den 15. Platz von 24 Teilnehmern konnte das Quintett erringen. Möglicherweise hat dieser Misserfolg andere Länder und Interpreten abgeschreckt, den Versuch eines Country-Beitrages zu wagen. Nichtsdestotrotz wäre ein solches Wagnis durchaus wünschenswert und sicher nicht chancenlos, da ein gut gemachter Country-Titel im teilweise sehr ähnlich klingenden Teilnehmerfeld sicherlich auffallen würde.

Es wird interessant zu sehen, welche Künstler und auch Genres 2011 in Düsseldorf vertreten sein werden. Ob Country dabei sein wird, lässt sich noch nicht vorhersagen, aber alles ist möglich. Country, 12 Points?

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